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Wie geht eigentlich Design Thinking?

März 28, 2022

  • Design

10 min. Lesezeit

Jessica Pacheco Pereira

Design Thinking ... kann man das essen? Wir wissen es auch, Design Thinking wird je länger, desto mehr für dieses und jenes verwendet — ein Buzzword, without question. Doch was steckt eigentlich genau dahinter und wie setzt eine Webagentur wie wir das ein?

Good News sind ... wir kennen Design Thinking ziemlich gut und versuchen gerne, ein wenig genauer zu erklären, warum diese Methode auch für dich spannend ist.

Design Thinking — in ein paar Zeilen erklärt

Design Thinking ist eine agile und kundenzentrierte Methode, um Probleme besser zu verstehen und innovative neue Lösungskonzepte zu finden. Man nimmt die Sicht von Nutzer:innen in Bezug auf eine Problemstellung ein und versucht diese Problemstellung genau zu analysieren. Basierend auf diesen Informationen wird mittels verschiedener Methoden und Tests die optimale Lösung gefunden.

Dabei werden von Anfang an alle Beteiligten mit einbezogen; ein interdisziplinäres Team bringt verschiedene Denkweisen und Ideen an einen Tisch und bewegt sich so im Lösungsprozess. Dieser ist keineswegs linear, sondern lebt von verstärkter Kollaboration und verschiedenen zahlreichen Iterationen, in welchen Lösungen weiterentwickelt und konkretisiert werden. Wenn nötig wird ein Schritt zurück gemacht, ein Lösungsansatz verworfen, ein anderer ergänzt und die Beteiligten immer wieder für Feedback mit einbezogen. Design Thinking ist ein Prozess, der nicht zum Stillstand kommt. Beobachten, Fragestellung definieren, Ideen suchen, Prototypen entwickeln & testen ... und das Ganze wieder von vorne.

Grafik Design Thinking Prozess der Webagentur novu in Bern

Methode

  • Verstehen: Wie sieht die Ausgangslage aus und was ist die Problemstellung?

  • Beobachten: Bedürfnisse und Prioritäten der Kund:innen verstehen, wie lösen oder umgehen sie das Problem aktuell?

  • Sichtweise definieren: Synthese von Problemstellung und Kundenbedürfnissen, Lösungsraum definieren.

  • Ideen finden: Ideen entwickeln, Lösungsansätze skizzieren und priorisieren

  • Prototypen entwickeln: Mögliche Lösungsideen modellieren, konkrete Prototypen des Lösungsszenarios erstellen.

  • Testen: Hypothesen definieren und evaluieren. Was sagen Kund:innen zur Lösungsidee?

Nach dem Testen kann es in alle möglichen Richtungen weitergehen. Vielleicht musst du mit deinen Erkenntnissen noch einmal weiter vorne anfangen, weil du ganz neue Informationen gewonnen hast. Vielleicht kannst du auch nur den Prototyp weiterentwickeln oder noch einmal neue Ideen suchen, weil du gemerkt hast, dass die Problemstellung ein wenig anders ist, als ursprünglich angenommen. Sobald das Projektteam zufrieden mit der Lösung ist und diese erfolgreich bei den Nutzer:innen validiert wurde, kann mit der Umsetzung gestartet werden.

Warum denn nun Design Thinking nutzen?

Fluch und Segen des Design Thinking Konzept ist, dass mittlerweile darunter viele verschiedene Dinge verstanden werden. Design Thinking bezeichnet gleichzeitig die Methode Probleme in den definierten Schritten ganzheitlich anzugehen und zu lösen, genauso wie auch eine Haltung gegenüber Nutzer:innen. Wird dieses Mindset gemeinsam gelebt, entwickelt sich daraus eine geteilte Innovationskultur — mindestens für innovative Lösungsansätze.

Mit einer Nutzer:innen orientierten Haltung wird ein bewusster Entscheid gefällt, deren Bedürfnisse besser zu verstehen und zu konkret festzuhalten. Der Dialog zwischen Nutzer:innen und dem multidisziplinären Team steht ständig im Fokus — so wird das zu lösende Problem auch wirklich im Detail erfasst und verstanden. Diese beiden Faktoren erhöhen die Chance, dass die entwickelten Lösungen die Probleme auch wirklich lösen.

Was sind die Vorteile von Design Thinking?

Ein gemeinsames Mindset vereinfacht die Zusammenarbeit in heterogenen Teams. Die verschiedenen Phasen des Design Thinking Prozesses fördern ein strukturiertes Vorgehen. Dank der verschiedenen Interaktionen können multiple Lösungsansätze unter direktem Einbezug von Bedürfnissen der Nutzer:innen erarbeitet werden. Die verschiedenen Schritte stellen schlussendlich sicher, dass gut evaluierte Lösungsansätze auch wirklich die Problemstellung lösen, die definiert wurde. Die Schritte bieten dir zusätzlich die Flexibilität, zusätzliche Runden (Iterationen) einzulegen, wo Bedarf besteht, noch mehr Zeit zu investieren.

Weil von Anfang an die unterschiedlichen Parteien und deren Charakteristiken mit in den Lösungsprozess einbezogen werden, entstehen bessere und vielfältigere Lösungen. Von der ersten Phase an in einem Projekt können alle mitdiskutieren, ihre Expertise mit einbringen und sind so auch motiviert, mitzugestalten. Entscheidungen werden nicht im stillen Kämmerchen getroffen und von oben herab kommuniziert; keine Meinung wird ausgeklammert oder vergessen.

Je mehr Diversität im Projektteam und innerhalb der beteiligten Personen, desto breiter abgestützt ist die Lösung und desto höher ist die Chance auf innovative Lösungsansätze. Entwickler:innen können zum Beispiel von Beginn an technisches Feedback zu verschiedenen Lösungsszenarien geben und eine technische Umsetzung skizzieren & planen. So wird evaluiert, ob Lösungen technisch machbar sind, und ob sie auch effizient sind. Mit User Testings können Lösungsszenarien evaluiert werden und man erhält zusätzliche Informationen zum Verhalten von Nutzer:innen. Im Endeffekt wird die Konzeptionsphase stärker gewichtet und der Austausch intensiviert. Das führt zu sinnvolleren Lösungen und einer effizienten Umsetzung.

Positiver Effekt auf mehreren Ebenen durch Design Thinking

Positive Effekte

  • Intensivierung der Stakeholder-Beziehung — stärkere Integration der Nutzer:innen im Lösungsprozess

  • Verbesserung des Outputs — gleiches Budget, höhere Qualität

  • Prägung des Dialogs — effizientere Zusammenarbeit und Innovationsprozesse

  • Veränderung des Mindsets — verbesserte Arbeitskultur

  • Effizientere Lösungsfindung — mehr Fokus auf Konzeptphase, anschliessend schnellere Umsetzung

Design Thinking bei novu

Für uns heisst Design Thinking, dass Nutzer:innen von Produkten unserer Kund:innen von Anfang an in den Prozess mit einbezogen und stärker integriert werden. Das kann zum Beispiel in einem Design Thinking Workshop sein. Wir stellen viele Fragen, bevor wir überhaupt beginnen, eine Website anzudenken. Es ist unser Anspruch, Problemstellungen so genau wie möglich zu erkennen und zu lösen. Wir wollen wissen, wer unsere Zielgruppen sind; Konzept und Design soll an deren Bedürfnissen ausgerichtet werden (User Experience!). Eine Seite soll Vibe haben — wir wollen weg von starren Templateseiten und 0815-Webdesign.

Daneben profitieren wir auch von vereinfachten Prozessen. Projekte sind besser geplant und bleiben flexibel. Der Austausch zwischen Design und Entwicklung ist verbessert und der Übergang in einem Projekt zwischen Design-Phase und Development wird vereinfacht.

Schlussendlich geht es uns um mehr als nur um Code und schöne Designs. Wir wollen Probleme lösen & unsere Angebote sollen weiterhelfen, nützlich und ästhetisch sein. Wenn am Schluss ein Prozess erfolgreich digitalisiert wurde, die Lösung innovativ und auf die Kund:innen zugeschnitten ist und die Website mit schönem Design und Funktionalität überzeugt, dann haben wir Freude an der Lösung und sind überzeugt, dass sie auch Nutzer:innen eine optimale Usability bietet.

Jessica Pacheco Pereira
Jessica Pacheco Pereira
UX Designerin

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